Schulbegleitung: Unterstützung und Assistenz im Schulalltag

Vielen Menschen ist der Begriff "Schulbegleiter" an sich geläufig und durchaus bekannt. Was genau damit allerdings bezeichnet wird und unter der Berufsbezeichnung zu verstehen ist, bedarf einer genaueren Betrachtung und Definition.
Grundsätzlich lässt sich bereits und Auftrennung des Wortes ein erstes Verständnis dafür schaffen, was ein Schulbegleiter bzw. eine Schulbegleiterin macht. Die Worte "Schule" und "Begleiten" lassen bereits ahnen, dass diese Berufsgruppe Kinder bzw. Schulkinder am schulischen Lernort begleiten.

Definition und Besonderheiten des Schulbegleiters
Konkretisierend bzw. vertiefend definiert lässt sich der Schulbegleiter bzw. Schulbegleiterin als eine Art Assistenz betiteln, welche Kinder und Jugendliche mit spezifischen Förderbedarfen im Schulalltag begleiten. Dabei haben sie die Aufgabe der Unterstützung und auch Förderung betroffener Kinder.
Häufig begleiten Schulbegleiter und Schulbegleiterinnen Kinder und Jugendliche mit körperlichen Behinderungen, geistigen Behinderungen aber auch psychischen Behinderungen oder Störungen.
Rein rechtlich betrachtet lässt sich die Schulbegleitung als Maßnahme betiteln, welche offiziell bzw. rechtlich auf der Eingliederungshilfe bzw. der Kinder- und Jugendhilfe basiert.
Folgendes ist wichtig zu beachten, um Missverständnisse bezügliche der Berufsbezeichnung "Schulbegleiter" zu verhindern: Personen, welche im Unterricht als Unterstützung der Lehrkraft fungieren aber nicht durch die genannte Eingliederungshilfe finanziert werden, sind keine Schulbegleiter bzw. Schulbegleiterinnen. Sie werden vielmehr durch die Schulbehörde eingesetzt bzw. beschäftigt.
Eine konkrete berufliche Qualifikation, zum Beispiel im Sinne eines festen Ausbildungsganges, gibt es nicht. So können sowohl pädagogisch ausgebildete Personen wie auch Bundesfreiwilligendienstleistende die Aufgabe eines Schulbegleiters übernehmen.

Zielgruppe der Schulbegleiter
Wie bereits erwähnt, arbeiten Schulbegleiter mit Kindern zusammen, welche einen Förderbedarf aufweisen. Schulbegleiter werden dabei können auch dann beschäftigt werden, wenn die ein konkretes Kind unterstützen sollen, da ein festgestellter Förderbedarf besteht.
Grundlegend ist dabei der inklusive Grundgedanke, dass behinderte sowie nicht- behinderte Kinder gemeinsam am gleichen Lernangebot und Unterricht teilnehmen sollen.
Förderbedarfe und Einschränkungen, welche einen Einsatz von Schulbegleitern und Schulbegleiterinnen begründen, sind unterschiedlich. Dazu gehören auch Körperbehinderungen, Formen von Autismus, Aufmerksamkeitsdefizite, Hyperaktivitätsstörungen, Sprach- und Sprechstörungen sowie Schwerbehinderungen.

Aufgaben und Ziele der Schulbegleitung
Durch die Beschäftigung und Initiierung von Schulbegleitern und Schulbegleiterinnen soll das grundlegende Ziel erreicht werden, dass das geförderte Kind am normalen Schulalltag teilnehmen kann. Die Selbstständigkeit des Kindes soll gefördert werden, sodass es letztendlich ohne Assistenzleistung agieren und lernen kann.
Die genauen Aufgaben orientieren sich dabei stets an dem jeweiligen Kind bzw. dessen Assistenz- und Hilfebedarfe. Aufgaben sind die Begleitung und Unterstützung außerhalb des Unterrichtes sowie während und im Unterricht.
Außerhalb des Unterrichtes wird dabei bei der Umsetzung von alltagspraktischen Tätigkeiten, wie das An- und Auskleiden, dem bestreiten des Schulwegen wie dem grundlegendem zurechtfinden im Schulalltag, geholfen.
Die zentrale Aufgabe ist aber die Begleitung und Unterstützung im Unterricht. Dazu gehört, dass eine Schulbegleitung Aufgaben erklärt, deren Inhalte an die Bedürfnisse des Kindes anpasst, Arbeitsanweisungen und Aufgaben verständlich erklärt oder Arbeitsmaterialien gezielt einbindet.

Die Arbeit einer Schulbegleitung erfordert eine hohe Anpassungsfähigkeit sowie Flexibilität. Es muss sich stets an die individuellen Förderbedarfes des Kindes orientiert und diese in der Begleitung und Arbeit beachtet werden. Eine Interaktion mit der Schulleitung, Lehrkräften, den Schulkindern sowie den Erziehungsberechtigten des Kindes sind dabei ebenso elementar und wichtig.

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Die Welt dreht sich immer schneller. Zumindest könnte man sich das so denken, je weiter der Fortschritt um sich greift. Um in dieser Welt zurechtzukommen, müssen sich daher auch die Menschen weiterentwickeln. Hier kommt die Bildung ins Spiel, die längst aus mehr besteht als nur der Formung unserer Jugend. Zusammen mit den Bereichen Forschung und Entwicklung entstand aus dem ehemals rein staatlichen Bildungswesen ein immens wichtiger Wirtschaftszweig. Diese aufregende Entwicklung verfolge ich in meinem Blog, in dem Sie meine persönlichen Erfahrungen dazu nachlesen können. Verfolgen Sie mit mir den Aufstieg des klassischen Bildungswesens zum wirtschaftlichen Rohstoff, der unsere Welt immer intensiver beeinflusst!

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